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Samstag, 20. August 2016

Reform des EEG - Vermieter können ab 2017 umlagenbefreiten Strom an Mieter liefern

EEG soll umgebaut werden

2017 tritt eine Reform des EEG in Kraft, wie auf der Seite Stromtip.de zu lesen ist. Das betrifft Vermieter und Mieter gleichermaßen. Der Plan ist, die Befreiung von der EEG-Umlage für selbst produzierten Strom auf Mieter auszudehnen, falls dieser vom Vermieter geliefert wird. Momentan beträgt die Umlage 6,35 ct/kWh und soll 2017 auf 7 Cent erhöht werden.

Bisherige Regelung für selbst produzierten Solarstrom

Bislang wurden lediglich Immobilienbesitzer, die selbst erzeugten Strom nutzten, von der EEG-Umlage befreit, während Mieter diese weiterhin bezahlen mussten. Dank der voreiligen und verpfuschten Energiewende stieg diese in den letzten Jahren stetig. Einige Mieter könnten nun aber erstmals von der Reform des EEG profitieren.

Bild von künftige EEG-Umlage - 7 Cent
künftige EEG-Umlage

Vermieterstrom

Zukünftig können Immobilienbesitzer mit eigener Photovoltaikanlage den erzeugten Strom direkt an die Hausbewohner liefern. Das Ganze hat den Namen "Vermieterstrom" bekommen und spart dem Mieter eventuell die EEG-Umlage, die derzeit etwa 20% des Strompreises ausmacht. Voraussetzung ist allerdings, dass der Vermieter mitspielt und den Strom nicht lieber weiterhin in das öffentliche Netz einspeist, falls er dafür mehr Geld bekommt. Für diesen wird es lediglich eine Preisfrage sein.

Deckungsgrad von Photovoltaikanlagen

Wie bereits hier beschrieben, ist es oftmals so, dass Solarpaneele auf dem Dach nicht die benötigte Strommenge produzieren und Strom zugekauft werden muss. Der Ertrag von Photovoltaikanlagen hängt von viele verschiedenen Faktoren ab und wird regional bedingt immer sehr unterschiedlich ausfallen. Um einen Stromkostenvergleich werden Mieter also auch in Zukunft nicht herumkommen.

Größere Mietimmobilien sind überdies schlechter gestellt als Einfamilienhäuser, da die nutzbare Fläche im Verhältnis zu den bewohnten Quadratmetern eher gering ist. Der erzeugte Strom verteilt sich also auf viele Wohnungen.

Zwar sind bereits seit längerer Zeit Speichermedien für Strom im Gespräch, aber bis zur Serienreife wird es sicherlich noch einige Zeit dauern. Alles in allem scheint die Neuregelung jedoch eine gute Idee zu sein. Es ist zu hoffen, dass sich der Staat die entgangenen Einnahmen nicht anderweitig durch neu erfundene Abgaben wiederbeschafft.


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Samstag, 13. August 2016

Energiewende - katastrophaler Stand der Dinge

Die Energiewende fliegt uns um die Ohren

Das Portal stromtip.de hat einen sehr interessanten Artikel herausgebracht, der an dieser Stelle etwas verkürzt dargestellt und mit einigen Anmerkungen versehen wird. Der Stand der Dinge, die "Energiewende" betreffend, ist katastrophal. Er ist als komplettes Desaster und als Beispiel für planloses Durchdrücken von realitätsfernen Ideologien zu bezeichnen.

Experten sind sich weitestgehend einig, dass die Energiewende sich massiv verzögern und sehr hohe Summen verschlingen wird. Anscheinend liegt es an einer fehlenden Gesamtplanung sowie sogenannten Sonderwünschen. Eigentlich kennt man es ja. Die Politik nimmt etwas in die Hand und fährt es gegen die Wand. Beispiele dafür wären die Elbphilharmonie und der BER, den man besser wieder abreissen sollte. Kostengünstige Stromerzeugung faktisch abzuschaffen, setzt dem Ganzen die Krone auf.

Bild von Atomkraftwerk, das kostengünstige Energie erzeugt
Atomkraftwerk

Das Desaster und der falsch eingeschlagene Weg mitsamt undurchdachter Korrekturen ähneln dem berühmten Sketch von Loriot, der sich im Wartezimmer über ein schief hängendes Bild ärgert. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, es geradezurücken, passiert ihm manches Missgeschick. Am Ende hat er es geschafft, das Bild geradezurücken, aber das Wartezimmer ähnelt einem Schlachtfeld.

 

Wie würde Loriots Sketch zur Energiewende aussehen?

Würde dieser geniale Komiker noch leben, bräuchten wir ihn gerade jetzt. Seine Sketche dazu wären bestimmt zum Schieflachen. Wahrscheinlich ginge es in seinen Sketchen oder Filmen zur Energiewende um Häuslebauer, die den elektrischen Hausanschluss und die Leitungen im Haus vergessen haben und beim Versuch, es geradezubiegen, schlussendlich sämtliche Nachbarn gegen sich aufgebracht haben.

Unsere Energiewende und die fehlenden Kabel

Als Loriots der Energiewende könnten heutige Politiker genannt werden. Gigantisch große Windparks wurden in der Nordsee errichtet. Diese produzieren Strom ohne Ende. Da der Geist aus Loriots Sketchen sich aber anscheinend erhalten hat, wurde viel zu spät damit angefangen, über den Abtransport der erzeugten Energie nachzudenken. Mit Lkws geht das nun einmal nicht. Auch die Politik hat das erkannt und angefangen, den Bau von Stromtrassen von Norden gen Süden anzukurbeln.

Doch wie es auch in Sketchen ist, irgendwas geht immer schief. In diesem Fall sind es Bürger, die sich an Tausenden von Überlandmasten stören. Ein Treppenwitz der Geschichte wird später einmal sein, dass eine Vielzahl von Bürgern mit "Atomkraft Nein Danke"- Aufklebern auf dem Auto sich nun am Abtransport von Windstrom hochziehen. Insbesondere Bayern scheint da empfindlich zu sein.

Wegen der Landschaftsverschandelung lässt Seehofer nun graben anstatt Masten aufzustellen. Das ist etwa 10-Mal so teuer wie die überirdische Kabelverlegung und soll Schätzungen zufolge 3 - 8 Milliarden Euro an Mehrkosten verursachen.

Bild von Windrädern
Vogelschredder

Denn im Gegensatz zu Norddeutschland muss man in Bayern nicht einfach nur graben, sondern sich über weite Strecken mit sehr hartem Gestein aus den Gebirgen auseinandersetzen. Der Politik und den Konzernen kann das herzlich egal sein. Die Kosten werden sowieso auf den Strompreis für den Endkunden umgelegt.



Instabiles Stromnetz 

Bild von Tabelle Störfälle Ökostrom
Störfälle
Da die Einspeisung von Ökostrom aufgrund von schwankenden Wetterlagen nur unregelmäßig erfolgt, ist unser Stromnetz sehr instabil geworden. Während die Netzführung im Jahre 2003 nur an zwei Tagen wegen zwei Ereignissen eingreifen musste, waren es 2011 bereits 1024 Ereignisse an 308 Tagen. 308 Tage sind etwa zwei Monate weniger als ein ganzes Jahr. 

Das alles zeigt, wie instabil unser Netz seit der "Energiewende" geworden ist. Wenn es teilweise auch "nur" zwei Ereignisse am Tage waren, so zeigt die wachsende Anzahl an Störfällen doch, dass Wind- und Sonnenenergie kaum noch beherrschbar ist. Durch den wachsenden Anteil an Ökostrom, der bei der Einspeisung stets Vorrang geniesst, ist Deutschland mehr und mehr von einem großflächigen Blackout bedroht. Wir hatten einmal das beste Stromnetz der Welt. Das war einmal. Die obige Tabelle zeigt auch die Verletzlichkeit unserer Stromversorgung.

Wann sind die Stromtrassen fertig?

Das dauert nur noch ein paar Wochen. Bereits 2025, eventuell ein paar Jahre später, kann man laut Expertenmeinungen mit einer Fertigmeldung rechnen. Also in etwa so in 10 - 15 Jahren. Nicht der Rede wert. Bis dahin wird sich der Strom nochmals gigantisch verteuert haben. Denn Windräder müssen teilweise abgeschaltet werden, weil sonst das Netz überlastet wird. Damit sie nicht einrosten, werden sie auch teilweise mit Elektromotoren angetrieben, wobei mir wieder Loriot oder Schilda einfällt. Den Konzernen kann es wiederum egal sein, weil sie auch Zahlungen für nicht produzierten oder transportierten Strom bekommen. Prognosen sprechen von vier Milliarden Euro pro Jahr. Bereits erzeugter Strom wird billig verkauft oder kostenfrei ins benachbarte Ausland verschenkt. Auch diesen Irrsinn bezahlt der Endverbraucher.

die nachfolgenden Generationen werden uns verfluchen!++++ Zu Recht

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Donnerstag, 11. August 2016

Strompreis hat sich seit 2000 fast verdoppelt

Strompreise in Deutschland seit 2000

Auf der Webseite des Strom-Reportes wurden jüngst aktuelle Fakten zum Strompreis aufgelistet. Es lohnt sich, diese einmal kurz anzuschauen und sich ins Gedächtnis zu rufen, was die "Eliten" uns eingebrockt haben.

Sagenhafter Strompreisanstieg

seit der Jahrtausendwende durch Abgaben verursacht Seit dem im  Jahre 2000 eingeführten EEG bezahlen Privathaushalte 106% mehr für ihren Strom als vorher. Der Strompreis für die kWh ist seitdem von durchschnittlich 13,94 auf 28,94ct/kWh gestiegen.

Bild von Diagramm Strompreis
Strompreisentwicklung seit 1950 - Stand 2014
Enthalten sind alle ständig gestiegenen Nebenkosten wie Steuern, Umlagen und neuen Abgaben. Diese "Nebenkosten" haben sich seit 2000 nahezu verdreifacht. Sie machen mittlerweile mehr als 50% des Preises für die Kilowattstunde aus. Bereits 2017 soll die EEG-Umlage nochmals von derzeit 6,35 auf etwa 7ct pro kWh steigen, womit sich der Anteil der Nebenkosten fröhlich weiter erhöht.

Preiserhöhungen der Stromanbieter

Die Anbieter haben die den Strompreis parallel dazu kontinuierlich angehoben. Das ist einerseits Profitzielen zuzuordnen, andererseits aber auch der Notwendigkeit verschiedener Energieerzeuger, Ausfallzeiten durch Bereithaltung zu finanzieren. Für Situationen, in denen Wind und Sonne bei der "Energiewende" nicht mitspielen und ihren Dienst verweigern. In solchen Fällen muss Strom aus Gas- oder Kohlekraftwerken eingespeist werden. Deshalb müssen diese Anlagen natürlich immer parat stehen. Das kostet Unsummen, die über den Strompreis auf den Verbraucher abgewälzt werden.

Stromtrassen gegen Wutbürger

In der Nordsee stehen zahllose Windräder, die kontinuierlich Strom liefern, der aufgrund fehlender Leitungen aber nicht transportiert werden kann. Auch wird aus anderen Quellen von Windrädern berichtet, die mit Elektromotoren angetrieben werden müssen, damit sie nicht einrosten. Schilda lässt grüßen. Widerstände in der Bevölkerung zuzüglich politisch inkorrekten Wetters verursachen natürlichen immense Kosten. Denn der Betrieb der nutzlosen Windräder muss weiterfinanziert werden. Auch dies zahlt weiterhin fröhlich der Endkunde.

Fazit

Wenn diese Entwicklung so weitergeht, bezahlt der Verbraucher irgendwann einmal  50ct für die kWh. Bürgerproteste gegen Stromtrassen werden wenig helfen, den Strompreisanstieg aufzuhalten. Die Stromtrassen müssten dringend gebaut werden. Allerdings müssen die Umlagen auf den Strompreis, den  nur Deutsche bezahlen, auch massiv verringert werden.

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